HYDRODAM

Hydro-Informatik als Rüstzeug gegen Donauhochwasser

Status: completed

Description

Die Donauhochwasser zählen zu den größten Flutkatastrophen, die die Menschheit je heimgesucht haben. Ihre Auswirkungen auf den Lebens- und Wirtschaftsraum Donau überschreiten Staatsgrenzen und sind zudem oft verheerend. Moderne Methoden der Informatik und Mathematik erlauben die computergesteuerte Vorausberechnung von Hochwassern und helfen so, die zugrundeliegenden Phänomene realitätsnah zu simulieren und damit besser zu verstehen.

Heute werden solche Simulationsmodelle für örtlich begrenzte Bereiche der Donau erfolgreich zur Hochwasserprognose eingesetzt. Es fehlt jedoch ein Computermodell, das die Donau von der Quelle bis zur Mündung in ihrer Gesamtheit im Rechner abbildet. Ein solches Modell des "Gesamtsystems Donau" war bisher aufgrund seiner hohen Anforderungen an Speicher und Rechenzeit unvorstellbar. Die rasante bisherige Zunahme der Leistungsfähigkeit von Supercomputern sowie die sich abzeichnenden Trends in der zukünftigen Rechnertechnologie rücken die Realisierung eines solchen Modells heute jedoch in greifbare Nähe.

Ziel der beantragten Initiative ist es, eine multilaterale und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Hydro-Informatik neu aufzubauen, die die Machbarkeit eines solchen digitalen Gesamtmodells evaluiert und einen Folgeantrag zur Förderung von entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erstellt.

Funding

Federal Ministry of Education and Research